ABI-Technik: Die Einführung von ALEPH 500 als neues System für den HBZ- Verbund

Am 03.03.1999 fand im Ministerium für Schule, Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ein Gespräch statt, bei dem der Vorstand der Verbundkonferenz des HBZ, der Projektleiter ''Digitale Bibliothek NRW'' und das HBZ zusammen mit Herrn Dr. Bode über Alternativen zur noch laufenden Verbundentwicklung berieten. Im Anschluss besuchte eine Gruppe von Expertinnen und Experten des HBZ und der UB Bielefeld die Arbeitsgruppe Bibliotheksautomation (AGBA) in Wien, um sich einen genaueren Eindruck von ALEPH 500 zu verschaffen, welches dort seit kurzem im Produktionsbetrieb war. Die Fragen, die sich aus diesem Besuch ergaben, klärten wir mit Ex Libris bei einem weiteren Besuch in Hamburg. Als es Ex Libris weitere zwei Wochen später innerhalb nur eines Tages gelang, ein ALEPH 500-Testsystem im HBZ zu installieren und eine HBZ-Beispielsammlung zu laden, überzeugte uns dies endgültig von der Leistungsfähigkeit von ALEPH 500. Um nun auch unsere Kunden über ALEPH 500 zu informieren, führte das HBZ im April 1999 zusammen mit Ex Libris und Herrn Labner von der AGBA ALEPH 500 seinen Verbundbibliotheken vor. Daraufhin fasste die Verbundkonferenz am 22.04.1999 nach langer Diskussion den folgenden Beschluss:
''Die Verbundkonferenz nimmt zustimmend zur Kenntnis, dass das HBZ bis zum 31.12.1999 das System ALEPH 500 mit mindestens allen Funktionalitäten des derzeitigen Verbundsystems einführen wird.''

Nach diesem Beschluss begannen wir einen Vertrag mit Ex Libris auszuhandeln. Wir verhandelten einerseits über Preise, Randbedingungen und juristische Details, andererseits über die zentralen inhaltlichen Fragen:

Nach längerer Debatte wurde klar, dass eine Inbetriebnahme eines ALEPH-Systems bis zum 03.01.2000 nur zu schaffen sei, wenn keine Probemigration als Test aller Abzugs- und Ladeprogramme gemacht würde. Da mittlerweile auch klar war, dass es eine Möglichkeit gab, das alte BIS-System und die BS2000-Großrechner Y2K-kompilant zu machen, verschoben wir den Systemstart auf den 01.04.2000, um mehr Zeit für Qualität zu haben. Da der erste April ein Samstag war, veröffentlichte das HBZ dann den 04.04.2000 als Termin zum Start der Produktion. Mit dieser Zeitvorgabe unterzeichneten Herr Hoffmann und Herr Lütgen den Vertrag am 18.06.1999.

Organisatorisch hatten wir uns im HBZ für eine Matrixprojektorganisation entschieden, wobei der Gruppenleiter EDV gleichzeitig Projektleiter für die ALEPH-Einführung sein sollte. Neben dem Nachteil der Mehrfachbelastung hatte dies den Vorteil, schnell und unkompliziert alle EDV-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter für die Lösung von Problemen rund um die ALEPH-Einführung zur Verfügung zu haben, gleichzeitig konnten diese ohne weitere bürokratischen Hemmnisse an neue Aufgaben herangeführt werden. Zusätzlich bildeten wir eine Arbeitsgruppe, bei der die Informationen zur ALEPH 500-Einführung zusammenliefen und wo Entscheidungen getroffen oder vorbereitet wurden. Der Arbeitsgruppe gehörten zunächst fünf Damen und Herren der EDV-Gruppe an. Später wurde die Arbeitsgruppe um zwei weitere Personen verstärkt. Der bibliothekarische Fachbereich war durch zwei Personen eingebunden, die ebenfalls Mitglieder der Arbeitsgruppe waren. Die ALeph Onlineverbundsystem Arbeitsgruppe HBZ (ALOAH) bestand somit aus: Christine Baron, Silke Ganster, Helmut Hülden, Günter Hupfer, Hermann Kronenberg, Alfred Otto, Silke Remmert, Stephani Scholz und Florian Seiffert.

Gleich zu Beginn des Projektes erarbeiteten wir zusammen mit der Gruppe Aus- und Fortbildung des HBZ ein Schulungskonzept für die HBZ-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter und für die Verbundbibliotheken. Es ging dabei darum, wer im Frühjahr 2000 als Multiplikatorin oder Multiplikator die Verbundbibliotheken schulen sollte und wer systembibliothekarisches Wissen oder systemadministratives Wissen brauchte.

Am 24.6.1999 war Kick-Off, eine eintägige Veranstaltung im HBZ mit dem Ziel, die weitere Planung zum Projekt zu konkretisieren. Insbesondere sprachen wir über den Projektplan, über Termine, Inhalte von Schulungen, über Fernleihvorstellungen und lange über Datenmigration.

Vom 06. - 09.07.1999 war Frau Andrea Hell von Ex Libris im HBZ, um 15 Damen und Herren in der Katalogisierung und OPAC-Benutzung des ALEPH 500-Standardsystems zu schulen. Die Stimmung war gut, es hat den Beteiligten Spaß gemacht. Frau Hell war voller Lob, sie sagte, eine solch schnelle und kompetente Truppe habe sie bisher noch nicht geschult! So etwas hört man doch wirklich gern.

Am 15. und 16.07.1999 war die für uns zuständige Projektleiterin bei Ex Libris, Birgit Mahlke, im HBZ. Wir sprachen über die Altdatenanalyse. Die Sitzung war von beiden Seiten exzellent vorbereitet und wir konnten in zwei Tagen viele bibliothekarische Themenfelder besprechen, Probleme lösen, Strategien entwickeln und Sachfragen klären. Auf der Tagesordnung standen dabei u.a.: HBZ-Titeldatei, ZDB-Daten, NW-BIB, PND/Autorendaten, GKD/Körperschaften, SWD/Schlagwortdaten, Fremddaten, Lokaldaten, Redaktionssätze (Migration Kommentarsätze).

Am 17.08.1999 war Verbundkonferenz. Es lag eine recht umfangreiche Vorlage mit Informationen zum Terminplan und zu den Schulungsvorhaben vor. Es wurde eine sehr sachliche Diskussion geführt. Immerhin hatten wir auf die (eigentlich lang bekannte) Einstellung des Zetteldrucks Ende des Jahres 1999, auf die Einstellung der Mikroficheproduktion bis September 2000 und auf Einschränkungen bei der MAB- Produktion im alten System hingewiesen. Dazu zeichneten sich Schwierigkeiten ab, ob denn alle Bibliotheken pünktlich MAB2 würden importieren können. Die Verbundkonferenz sprach sich in einer Abstimmung für die Migration in zwei Schritten aus: Die Daten werden aus dem alten System exportiert und in ALEPH importiert (erster Schritt). Bis die Daten in ALEPH geladen und indiziert sind, ist die Katalogisierung nur eingeschränkt möglich. Anschließend wird die Katalogisierung im alten System eingestellt und die in der Zwischenzeit katalogisierten Daten in ALEPH importiert (zweiter Schritt).

Das HBZ organisierte dann eine Informationsveranstaltung, um die Katalogisierenden des Verbundes über ALEPH und seine Möglichkeiten zu informieren. Es hatten sich nach der Einladung 121 Damen und Herren angemeldet. Da nicht alle Beschäftigten in einer Veranstaltung informiert werden konnten, zumal vorgesehen war, dass in Kleingruppen intensivere Gespräche ermöglicht werden sollten, kam der erste Teil der Katalogisierenden am 23.08.1999 in das HBZ. Es gab anschließend ein sehr positives Echo von den Bibliotheken. Die zweite, ebenso positive Veranstaltung wurde dann am 06.09.1999 durchgeführt.

Am 18.10.199 lieferten wir mit 30 Millionen Sätzen Daten für ein Massentest, die Ex Libris zur Analyse von Lade- und Indizierungszeiten nutzte. Weitere 20.000 Sätze lieferten wir am 25.10.1999 an Ex Libris. Sie wurden für einen ersten Test der Abzugs- und Ladeprogramme benutzt und von uns anschließend begutachtet.

Der israelische Chef (President and CEO) von Ex Libris, Ehud Aarad, war am 12.10.1999 im HBZ und informierte sich über den Projektstand, über die weiteren Absichten des HBZ und über die Digitale Bibliothek, für die er lobende Worte fand. Eine verstärkte Zusammenarbeit auf technischem Gebiet, bei der Fernleihe und bei DigiBib war ihm ein Anliegen.

Die Firma SUN schickte am 25.6.1999 einen hochrangigen Vertreter ins HBZ, der mit uns die gleich nach Vertragsabschluss getätigte Hardwarebestellung erörterte, Details der Lieferung besprach und Termine vereinbarte. Die Lieferung einer SUN E6500 wurde für den 02.08.1999 vereinbart. Nach der Lieferung und der Inbetriebnahme der SUN E6500, die wir Apollon nannten, folgte noch die Beschaffung einer ALEPH-Schulungs- und Testmaschine für die Arbeiten am Setup des ALEPH-Systems, sowie die Arbeiten an der Einrichtung eines Backupsystems, damit die Verbunddaten ab dem 04.04.2000 täglich gesichert werden konnten. Am 22.02.2000 gelang es, die für die ALEPH-Produktionsmaschine erforderliche Backuplösung in Betrieb zu nehmen. Die vorhandene ALEPH-Datenbank (160 Giga Byte) wurden in 7:43 Minuten gesichert.

Ende November 1999 wurde klar, dass wir nicht alle Arbeiten, die laut Projektplan anstanden, in der erforderlichen Qualität und Zeit zu Ende bringen würden. Ich informierte den Vorstand des HBZ und in mehreren Telefonaten mit Ex Libris wurde eine Lösung gefunden, die es ermöglichte, den Endtermin 04.04.2000 zu halten. Aufgegeben werden musste das Präsentieren der Verbunddaten nach der Testmigration im WWW am 03.01.2000 und eine noch geplante minimale Mitarbeit der Bibliotheken, bezogen auf deren Lokaldaten. Die Probemigration wurde um 14 Tage nach hinten geschoben. Die Produktion der Daten und die Lieferung waren am Sonntag, 12.12.1999, statt am 01.12.1999 fertig. Ex Libris begann unverzüglich mit dem Laden und der Indizierung der Daten.

Gespannt warteten die Hersteller lokaler Systeme und die Verbundbibliotheken auf die Veröffentlichung der Details des zukünftigen MAB-Dienstes am 30.11.1999. Dank des sehr hohen Einsatzes an vielen Stellen im HBZ konnten wir diesen Termin halten und einen korrekten MAB2-Dienst am 30.11.1999 veröffentlichen. Das Feedback aus den Bibliotheken und von den Herstellern der Lokalsysteme setzte sofort ein.

Die Testmigration, die wir nach der Verschiebung im Terminplan am 17.01.2000 im ALEPH-Web-OPAC präsentieren wollten, war nun doch eher fertig geworden und am 13.01.2000 machen wir sie dem Verbund über das Internet zugänglich. Es folgt eine Phase der Begutachtung durch die Bibliotheken und des HBZ und in der Folge prasselten um die 300 Anfragen über die neu geschaffene Mailliste ''ALEPH-Betreu@hbz-nrw.de'' auf uns nieder. Wir sichteten, prüften und testen, um Fehler auszumachen, die wir noch in den Abzugsprogrammen oder Ex Libris in den Ladeprogrammen ändern mussten. Schwierig war, dass für das Programmieren und Testen nur insgesamt 3 Tage Zeit blieben.

Am 21.01.2000 wollten wir Mittags planmäßig den ersten Datenabzug für die endgültige Migration beginnen. Durch einen Fehler bei einer Offline-Prozedur hatten wir in der Nacht zuvor, wohl erstmals in der Geschichte des alten BIS-Systems, Daten ''zerschossen''. Die Situation klärte sich schnell: ca. 15.000 Datensätze der USB Köln waren ''hinüber'' und auf den Stand von August 1999 zurückgesetzt worden. In den folgenden Wochen konnte der Schaden fast vollständig repariert werden. Der erste Schritt der Migration lief also doch planmäßig und wir übergaben an Ex Libris knapp 11,82 Giga Byte. Im Einzelnen:

Titelsätze 10.106.364 Sätze 4.086.124.702 Byte
Personennamensätze 4.214.210 Sätze 868.316.054 Byte
Körperschaftssätze 1.673.329 Sätze 422.434.306 Byte
Schlagwortsätze 985.790 Sätze 260.939.458 Byte
Lokalsätze 43.546.750 Sätze 7.054.737.529 Byte
Gesamt 60.526.443 Sätze 12.692.552.049 Byte

Ex Libris begann mit dem Laden der Daten und wir mit dem Begutachten nach dem Laden, was ohne die Indizes, die ja noch nicht aufgebaut waren und was die meiste Zeit der Migration kostete, sehr mühsam und schwierig war. Nun häuften sich die kleineren und mittleren Katastrophen. Am 16.02.2000 war nach den Tests klar, dass Zuordnungen zwischen Sigel und Ownern in den Lokalsätzen falsch waren. Die Daten mussten neu geladen werden. Anschließend zeigte sich dann, dass keine Exemplare für die UB Duisburg vorhanden waren, dass es für Voltaire in ALEPH mehr Verweisungsformen gab als im alten System haben und dass in der PND ein weiterer hässlicher Fehler auftrat. Es wurde der schlimmste Tag bei der ALEPH-Einführung. Bis zum Abend klärte sich dies alles, Gott sei Dank, so einigermaßen. Die Verweisungsformen waren in Ordnung. Sie stammten aus verborgenen Feldern im BIS, die dort nicht angezeigt werden, ALEPH zeigte sie richtig an. Der Fehler in der PND konnte von Ex Libris repariert werden, das Nachladen der Duisburger Daten würde uns nicht allzusehr zurückwerfen. Gerade nochmal Glück gehabt! Ex Libris arbeitete erneut und dann waren die Daten endlich alle fehlerfrei. Wir hatten eingeplante Luft im Zeitplan verloren, der Projektendtermin war noch nicht in Gefahr.

Es folgten dann die Schulungen für die Verbundbibliotheken. Der Fachbereich ''Bibliotheks- und Informationsdienste'' des HBZ war hier besonders gefordert. Nach einer letzten Schulung im HBZ durch Frau Hell von Ex Libris schulten jeweils zwei Kolleg/innen des HBZ 3 Wochen lang in den Verbundbibliotheken jeweils Gruppen von Multiplikator/innen, die dann ihrerseits Kolleginnen und Kollegen schulten, damit bis zum 04.04.2000 der Verbund mit ALEPH auch umgehen konnte. Die Rückmeldungen waren positiv. Die Akzeptanz von ALEPH war gut. Die Bibliotheken waren dankbar für die Offenheit der HBZ-Beschäftigten, die ehrlich sagten, wo das Setup von ALEPH noch nicht fertig war und wo das HBZ noch würde verbessern müssen. Man nahm dem HBZ ab, dass es wirklich alles tat, was in seinen Kräften stand. Das war und ist keine Selbstverständlichkeit.

Die alte Verbunddatenbank (HBZ1) wurde am 17.03.2000 um 20:00 Uhr pünktlich geschlossen. Den ausgeschriebenen kleinen Preis für die letzte Titelaufnahme im alten System gewann die UB Trier. Es hatte schon vorher Stimmen gegeben, dass diesen Ruhm sich mehrere Bibliotheken sichern wollten. Die Bibliothek der FH Rhein-Sieg hatte 10 Katalogisierende fit gemacht, die um 19:59 alle 6 Sekunden eine Titelaufnahme ins System geschickt hatten. Ich glaube, sie haben die Plätze zwei und drei geschafft. Die UB Trier muss sich irgendwie noch dahinter gequetscht haben. Die Aufbereitung und die Übergabe des Supplements (Schritt 2 der Migration) an Ex Libris klappte reibungslos.

Trotz des landesweiten Stillstands der Katalogisierung nahm die Arbeit für uns nicht ab. Die letzte Schulung für die Verbundmultiplikator/innen wollte vorbereitet und durchgeführt sein. In Konkurrenz dazu traten die weiteren Arbeiten am Setup. Ein großer Berg musste noch abgearbeitet und getestet werden.

Während der Migration tauchten dreimal Probleme mit dem Hauptspeicher auf, die SUN zwar jedesmal beseitigte, die aber kurz danach wieder auftraten. Kurz vor Produktionsstart wurde klar, dass das leidige Hauptspeicherproblem nun nicht mehr vor dem Produktionsstart zu lösen war. Immerhin hielt Apollon, die Produktionsmaschine, auch mit 10 Giga Byte Hauptspeicher durch. Außer dem Hauptspeicher war eine der 12 CPU defekt, da die Ursache des immer wieder auftretenden Fehlers ein IO-Board war, worauf auch die CPUs arbeiten. Wir entschieden uns, die letzten Migrationsläufe nicht zu unterbrechen und mit 11 CPU zu starten. In Betrieb befindet sich heute:

SUN E6500 (Apollon Produktion (HBZ1)
  • 430 GByte Plattenplatz (A5100)
  • 522 GByte Spiegel Plattenplatz (A5200)
  • 12 CPU (400 MHz)
  • 12 GByte Hauptspeicher
SUN E4000 (Epikur) Schulung (HBZ0)
  • 127 GByte Plattenplatz
  • 8 CPU (250 MHz)
  • 5 GByte Hauptspeicher
SUN E450 (Artemis) Test, Entwicklung  
     

Am 04.04.2000 öffnete das UNIX-Team nach einem Count-Down genau um 9:00 Uhr die Katalogisierungszugänge zu Apollon auf dem Router, während wir in der Bibliothek des HBZ die Zahl der sich landesweit einloggenden Benutzer/innen in die Höhe klettern sahen. Günter Hupfer katalogisierte für das HBZ den ersten Titel in das neue Verbundsystem, weil sich bis 9:30 Uhr noch keine Bibliothek so richtig getraut hatte. Der First-Title-Award ging also nicht nach draußen, sondern blieb im HBZ.

Der erste Tag verlief für die Katalogisierung sehr verhaltend. Der Verbund war eher vorsichtig. Eine Messung der Zahl der PC-Server auf Apollon sagte etwas über die landesweit aktiven OPAC- und Katalogisierungsfenster; sie ist ein Maß für die Systembenutzung. Die beiden folgenden Bilder geben diese Zahl für den 04.04.2000 und die erste Woche wieder.

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Zur Zeit konzentrieren sich die Arbeiten auf Systembeobachtung, auf die Planung und Absprache der nächsten Schritte und das Lesen und Beantworten von bis zu 60 E-Mails pro Tag. 60 E-Mails schreibt sich hier so leicht, ist aber wirklich harte Arbeit, da zunächst herausgefunden werden muss, ob eine Bagatelle (z.B. ein Bedienungsfehler) oder eine Katastrophe vorliegt. Fehler müssen nachgestellt werden, um zu prüfen, ob wir im Setup ändern müssen oder ob gar Ex Libris eingreifen muss. Dazu kommen all die Arbeiten, die auf Grund anderer Prioritäten bisher zurückgestellt wurden. Wer also dachte, der Stress ließe nach dem Start nach, irrte sich. Ein Trost waren die vielen sehr schönen E-Mails mit Gratulationen zum Start aus dem Verbund, aber auch aus der Schweiz, aus Österreich und aus Berlin.

Der nächste Schritt wird die Verabredung von neuen Prioritäten und einem neuen Zeitplan sein, damit das HBZ die anstehenden Schritte ohne Hektik, bei Überstundenabbau und trotz Urlaub termintreu einhalten kann.

Weitere Informationen zu ALEPH 500 im HBZ finden Sie unter der URL:
http://www.hbz-nrw.de/aleph500


Florian Seiffert
26.04.2000